Den betrachtenden Standpunkt verlassen

  Albert Naasner
vor 6 Monaten

Wenn ich für mich selbst gestalte, muss ich reflektieren, mich selbst betrachten. Wenn ich für andere gestalte, muss ich den betrachtenden Standpunkt verlassen und Teil des Objekts werden. Ich glaube nur so kann ich auch wirklich im Sinne des Objekts gestalten. Weil ich gestalte werde ich Teil der Gestalt. Und so muss ich mich dann in dieser Situation auch begreifen. Ich will so viel wie möglich aus der Position des Objekts heraus, also introspektiv, arbeiten. Sonst ist mir das Risiko zu groß, dass ich nur beschneide, beschränke, aufblähe und plattmache.

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„introspektive Gestaltung“, Albert Naasner, 2014 Auszug Nummer 172