Gutes Business geht durch den Magen – Vera auf der Euroshop 2017

  Vera
6 months ago

FREE BEER!

Jetzt wo ich eure Aufmerksam­keit habe: Die Euroshop. Ja, das war ein Erlebnis. Leider Ein Erlebnis ohne Freibier.

Wenn Menschen­massen sich freiwillig in viel zu kleine Bahnen pressen, in verschiedenen Sprachen hektisch mit ihren Sitznachbarn darüber debattieren, ob sie denn schon am Ziel wären und über Tage nicht dazu kommen, Ihre Anzüge zu wechseln, dann ist klar: es ist wieder Messezeit in Düsseldorf. Und wir (Michael, Albert und ich) waren mittendrin.

Habe ich mich fehl am Platz gefühlt? Ja definitiv, aber ich würde lügen, wenn es nicht auch ein cooles Gefühl gewesen wäre. Denn immerhin fährt die kleine Studentin zu demselben Ort, wie all diese super wichtigen Business-Menschen mit ihren Umhänge-Dingern und den süßen Köfferchen. Was ist eigentlich drin in diesen Koffern? Geld? Oder 10000 Visiten­karten? Wahrscheinlich einfach nur ein Klappstuhl. Den hätte ich jedenfalls mal mitbringen sollen.

Für alle die es nicht wissen: Die Euroshop ist eine Fachmesse für den Investitions­bedarf des Handels. Über Store-Konzepte bis hin zu Licht­schaltern gibt es einfach alles. Die Messe ist ein großer Kreislauf von:

  1. Wie machen sich die Stände interessant für die Store-Manager?
  2. Wie macht sich der Store am erfolg­reichsten interessant für den Kunden?

Ich habe zwar keinen Shop, aber immerhin bin ich eine super Kundin, die ihr Geld gerne im Retail investiert. Nicht nur die Produkte sind ausschlag­gebend, es ist das große Ganze. Und das konnte man sich auf der Messe sehr überzeugend angucken.

Unser Messe-Rundgang begann in einer riesigen Halle voller Security-Systeme und verschiedenen Karten­lese­geräten. Klingt langweilig, ist es auch ein bisschen. Danach haben wir uns zahllose Stände für Kühl­schränke, Kassen, Licht­schalter, Böden und Regale angeguckt. „Normale“ Retail-Dinge eben, über die man sich eigentlich so keine Gedanken macht. Aber seien wir doch mal ehrlich: je cooler die Aus­stattung, desto kauf­freudiger sind wir. Ich bin jedenfalls umso kauffreudiger.

Da wir am Weltfrauentag auf der Messe herum­spaziert sind, habe ich als Frau eine Rose in die Hand gedrückt bekommen, die allerdings innerhalb weniger Stunden gestorben ist. Ich hätte lieber endlich mal die Nachricht bekommen, dass der Kampf gegen das Patriarchat gewonnen wurde. Die arme Rose hätte besser weiter in einem Garten leben sollen.

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Kurz danach ist die Blüte einfach abgefallen. RIP rosa Rose!

Ansonsten habe ich ein paar Sachen erlebt mit denen ich so nicht gerechnet habe. Ich war drinnen und doch irgendwie draußen, in der Hölle und auf dem Mars. Ich war Teil eines Science-Fiction-Films, kenne nun die Winter-Mode für 2017 (nichts auf das man sich freuen kann, sorry), bin in Düsseldorf bei der Tour de France mit­gefahren, ich habe im Garten gearbeitet, habe ein Wand-Mandala gemalt (nicht komplett – sonst wäre ich jetzt noch nicht fertig), habe dem weißen Hai in die Augen geschaut (eigentlich ein ganz lieber, den Hype um sich kann er auch nicht verstehen), ich habe viel gegessen und um die armen (echten!!) Show-Lebensmittel geweint, die ich nicht essen durfte. Im ernst da gab es echtes Eis, das man aber nicht essen durfte. „Es ist nur da, um zu beweisen, wie gut die Kühltheke funktioniert“. Für mich ist das einfach nur Quälerei von Lebensmitteln (und Menschen).

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Eine Szene aus „I, Robot“

Unabhängig von den ganzen Sachen die ich nicht essen dufte, hatte ich sehr viel Spaß! Wir hatten jede Virtual Reality Brille auf, die es gab. Wir haben Selfies mit den Bild­schirmen von den Security Kameras gemacht, haben versucht uns mit einem Roboter anzufreunden und haben uns galant aus Infor­mations­gesprächen gezogen, nachdem ich die Snacks am Messestand abgecheckt habe:

„We have an appointment with some people over there“, mit dem Finger in irgendeine Richtung zeigen, “It’s in 5 minutes and we were just looking around. We might come back later. Bye.“

Wir sind natürlich nicht wieder gekommen.

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Oh ja, Dackel gab es auf der Euroshop auch. Hier sieht man mich und meinen Dackel „Bazi 2.0“
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Lance Armstrong für Arme (arm, weil ich kein Geld für Dopingmittel habe)

Das wichtigste was ich allerdings von der Messe mit­genommen habe – und dass ich jedem Store-Manager ans Herz legen will – ist:

Kunden-Liebe und Kunden-Gewinn geht durch den Magen!

Die Stände mit der größten Snack-Auswahl, den attraktivsten Baristas, den meisten 0,33 l Wasser­flaschen (von denen man einfach mal so 3 bis 4 einstecken konnte), hatten auch die meisten Besucher. Daraus schließe ich: Essen regiert die Welt und jeder Shop sollte Leckereien anbieten.

Vertraut mir! Immerhin bin ich qualifizierte Shopperin und Esserin. Verbindet einfach coole Produkte mit leckeren Sachen oder irgend­welchen fancy Getränken (alles umsonst natürlich) und sofort macht Einkaufen noch mehr Spaß. #verasretailtipps

Neben schlauen Tipps habe ich auch SEHR interessante Fotos von der Euroshop zu bieten:

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Dackel sind offensichtlich auch im Retail sehr beliebt
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Dieses „Kunstobjekt“ war Teil eines Standes für Lichtschalter. Du fragst Dich, wie das zusammenpasst? Tja das wüsste ich auch gerne…
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Die neue SS17 Kollektion
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So, in der Hölle war ich schon. Komme ich jetzt sicher in den Himmel?
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DAS ultimative Suchbild: Wo ist Vera??

Die Euroshop stand in diesem Jahr also ganz im Namen des Essens. Und ich muss jetzt auch mal Mittagessen gehen. Tschüss, bis bald!Vera